Ich würde die Verrückten nehmen“

Feuilleton | Interview: Carsten Fastner | aus FALTER 20/11 vom 18.05.2011

Nach dem Zittern der Erfolg: Cornelius Meister zieht Bilanz über seine erste Spielzeit als Chefdirigent des RSO Wien

Einen Traumstart stellt man sich anders vor: Kaum hatte Cornelius Meister Anfang 2009 seinen Vertrag als neuer Chefdirigent des ORF Radio-Sinfonieorchesters (RSO) unterschrieben, brach auch schon die Debatte um das neue ORF-Gesetz los, in deren Verlauf die Generaldirektion mit der Ausgliederung des RSO drohte. Die Fachwelt war sich einig, dass dieser Schritt das Ende des renommierten Klangkörpers bedeutet hätte, der wie kein zweiter in Österreich für ein interessantes Programm abseits des üblichen Repertoires steht.

Die Sache ging gut aus, der ORF bekannte sich schließlich zu seinem einzigartigen Orchester und versprach im Sinne des Bildungsauftrags dessen finanzielle Absicherung. Doch der designierte Chefdirigent musste noch eine weitere Zitterpartie bestehen, ehe er im September 2010 offiziell antreten konnte: einen Auftritt mit Ivo Pogorelich als Solist in Tschaikowskys


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