Alles eine Frage des Kopfes

Stadtleben | Analyse: Christoph Heshmatpour | aus FALTER 20/11 vom 18.05.2011

Trainerwechsel haben beim Fußball keinen Effekt, aber manchmal nützen sie was

Es ist eines der klassischen Rituale im Profifußball. Spielt eine Mannschaft nicht so erfolgreich, wie es sich Präsidium, Medienvertreter oder die Fans vorstellen, dann ist der Sündenbock schnell gefunden und stets der gleiche: der Trainer. Dieser wird in der Folge entlassen und durch einen neuen Mann ersetzt, der das betreffende Team zu neuer Gloria führen soll.

Die Clubs setzen auf den "Trainereffekt“, auf die wundersame Leistungssteigerung durch Wechsel des Managements. Obwohl wissenschaftliche Untersuchungen immer wieder den Schluss nahelegen, dass es diesen Trainereffekt überhaupt nicht gibt, sind Trainerentlassungen stets in Mode.

So tauschten erst in den vergangenen Wochen in der österreichischen Bundesliga die beiden Großclubs Salzburg und Rapid ihre Trainer aus. Doch während Salzburg unter dem neuen Coach Ricardo Moniz plötzlich von Sieg zu Sieg eilt und mitten im Rennen um den Meistertitel


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