Wien, wo es isst

Börse: dort, wo Wien ein bisschen wie Milano ist

Kulinarischer Grätzel-Rundgang


Lokalaugenschein: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 20/11 vom 18.05.2011

Dafür, dass der Börseplatz der größte Platz der Innenstadt in städtischem Gefüge ist, wird ihm eigentlich verhältnismäßig wenig Aufmerksamkeit zuteil. Dabei kann der wirklich was, der Platz. Nämlich nicht nur, dass die alte Börse ordentlich was hermacht, verfügt er trotz Größe über eine extreme Belebtheit, da gibt’s kaum tote Winkel, dafür umso mehr verschiedene Szenerien. Und auch wenn es die Wiener Stadtplanung natürlich auch hier schaffte, ein "Platzgefühl“ gar nicht erst aufkommen zu lassen (auf Plätzen versammeln sich Menschen - für eine Beamtendiktatur ein Horrorszenario), so existiert es hier dennoch. Ein bisschen. Das kulinarische Angebot ist extrem, weshalb wir auf die Protagonisten jenseits des Schottenrings gar nicht eingehen.

Tramezzino, Mercato, Osteria

Dafür auf die Paninoteca von Akhmed Dulal. Seit vielen Jahren betreibt er sein winziges Lokal, schmiert passable Tramezzini, kocht Pasta in erstaunlicher Vielfalt, verkauft italienisches Süßgebäck und

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