Burgenland grüßt Wien


Lokalkritik: Florian Holzer
Stadtleben | aus FALTER 20/11 vom 18.05.2011

Neu im Hanuschhof: ein Brückenkopf nordburgenländischer Genusskultur

Wer als Nichtburgenländer einmal in einer burgenländischen Buschenschank war, der wird sich vielleicht ein bisschen gewundert haben. Zum Beispiel über die Farbe und den Geschmack des Brotes (hellgrau, neutral), über die Dimensionen der Portionen, über das konsequente Ignorieren jeglicher ernährungswissenschaftlicher, aromatischer wie ästhetischer Standards sowie die Inbrunst und Freude, mit der man all dem begegnet.

Diese unglaublich wirklichen Buschenschanken sind mittlerweile rar und vor allem im Nordburgenland größtenteils touristischen Epigonen gewichen. Im mittleren und vor allem im südlichen Burgenland findet man sie noch, da wird dann ohne Schmäh zwei Wochen die Garage ("Karahsch“) geräumt und der Ort mit eigenem Wein und den Produkten der selbst abgestochenen Sau bewirtet (Letzteres dank EU-Bestimmungen zum Schutz der Nahrungsmittel-industrie ja nicht mehr ...).

Im Erdberger Hanuschhof, einem der besonders

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