Kritiken

Die Schatzhüter bleiben im Dunkeln

Lexikon | aus FALTER 21/11 vom 25.05.2011

Die meisten postkommunistischen Staaten investieren wenig in zeitgenössische Kunst, und die dortigen Szenen leiden unter massivem Strukturmangel. Wo öffentliche Museen und Institutionen auslassen, werden private Förderer umso wichtiger. Als Teil des Galerienprojekts "curated by“ stellt die Knoll Galerie "Porträts und Selbstporträts in Privatsammlungen“ aus Bukarest, Budapest, Riga, Sofia, Talinn und Vilnius vor. Die von der rumänischen Kuratorin Liliana Popescu besorgte Auswahl umfasst Gemälde, Papierarbeiten, Fotografien und Collagen. Außer der Information "Private Collection“ und dem Herkunftsort erfährt man aber nichts über die Sammler, deren Hintergrund, Motivation oder Ziele. Gute Kunst hin oder her: So wie die Schau angekündigt ist, kann der Mangel an Offenheit über die kunstbegeisterten Menschen dahinter, nur verwundern. NS

Knoll Galerie, bis 18.6.


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