Seinesgleichen geschieht  

Hilfe, Hu-Hu-Hooligans! Verdienen sie unsere Toleranz?

Der Kommentar des Chefredakteurs


Armin Thurnher
Falter & Meinung | aus FALTER 21/11 vom 25.05.2011

Seit vergangenem Sonntag, als Rapid-Hooligans den Platz stürmten und einen Abbruch des live auf ORF1 übertragenen Spiels gegen die Austria erzwangen, haben wir wieder eine Debatte am Hals. Die Toleranzdebatte. "Ganz Österreich hat ein Hooligan-Problem“, schrieb die Kleine Zeitung. Eh, dachte ich, nur dass die meisten Blätter es nicht so deutlich aussprechen. Die Krone macht sich per Schlagzeile ständig zum Teil dieses Problems, zum Beispiel vergangenen Montag mit Straches Forderung: "Keinen Euro mehr für Pleitestaaten!“ Die Kleine meinte es aber gar nicht so. Sie forderte nur, jetzt müsse hart durchgegriffen werden. Und die Presse, aus demselben Konzern, wusste, was an allem schuld war: "Hilflosigkeit hat in Österreich einen Namen: Toleranz.“

Klingt kraftmeierisch, verdient aber den begrifflichen Hilflosenzuschuss. Die gute alte Toleranz schelten! Das hatten wir schon länger nicht mehr. In der Integrationsdebatte, wo der Begriff gut hinpassen würde, kommt er selten vor. Dort

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