Der Bankensektor muss schrumpfen

Falter & Meinung | aus FALTER 21/11 vom 25.05.2011

Die Empörung über Millionengehälter von Bankern und "dumme“ Politiker verstellt eine wichtigere Debatte

Kommentar: Markus Marterbauer

Die Wortgefechte zwischen dem Generaldirektor der Erste Bank, Andreas Treichl, und der Politik um die Spitzengehälter der Finanzbranche und die Dummheit von politischen Regulierungen sollten Anlass für eine grundsätzliche Auseinandersetzung mit dem Bankensektor sein.

Die tiefe Wirtschaftskrise der Jahre 2008 und 2009 wurde von Banken und Finanzmärkten ausgelöst. Sie sind in den 2000er-Jahren viel zu rasch gewachsen und haben dabei enorme Risiken nicht nur für sich selbst, sondern für die Gesamtwirtschaft angehäuft.

Das Wachstum des Finanzsektors spiegelt sich im außerordentlich starken Anstieg von Profiten, Einkommen und der Bilanzsumme der Banken: Sie erhöhte sich in Österreich im kurzen Zeitraum von 2000 bis 2008 von 266 Prozent auf 363 Prozent des Bruttoinlandsprodukts. In Irland, wo die Banken besonders verrückt spekulierten, sogar von 327


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige