Der Schummler

Politik | aus FALTER 21/11 vom 25.05.2011

Ein Gutachten beweist: EU-Kommissar Johannes Hahn hat als Student große Teile seiner Dissertation abgeschrieben und dies geschickt getarnt

Bericht: Florian Klenk

Stefan Weber gegen Johannes Hahn: Das ist Brutalität. Bereits im Jahr 2007 hatte der Plagiatsexperte dem damaligen ÖVP-Wissenschaftsminister vorgeworfen, seine 1987 approbierte Dissertation "unsauber“ erstellt zu haben. Seitenweise habe Hahn seinen "stadtphilosophischen Entwurf“ in "essayistischer Darstellungsform“ (Hahn) bei anderen abgeschrieben - ohne die Quellen korrekt auszuweisen.

Hahn reagierte mit Untergriffen, warf Weber niedrige Motive vor, weil er bei einem Auftrag nicht zum Zug gekommen sei. Die Uni Wien beauftragte derweil den Züricher Philosophen Peter Schulthess, die Arbeit Hahns zu untersuchen. In einer fünf Seiten kurzen Stellungnahme rügte dieser "Nicht-Kennzeichnung“ von Zitaten. Von einem Plagiat "im Sinne des ‚unrechtmäßigen Aneignens von Gedanken‘ (...) wollte Schulthess aber nicht sprechen.

  790 Wörter       4 Minuten
Bestellen Sie hier ein FALTER-Abo Ihrer Wahl inklusive Online-Zugang, um diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext zu lesen.
Holen Sie sich hier Ihren Online-Zugang und lesen Sie diesen sowie alle anderen FALTER-Artikel sofort im Volltext.

Lesen Sie diesen Artikel in voller Länge mit Ihrem FALTER-Abo-Onlinezugang.

Passwort vergessen?
Bitte liken Sie den FALTER auf Facebook:

Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:

×

Anzeige

Anzeige