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Politik | aus FALTER 21/11 vom 25.05.2011

Wie man Unschuldslamperln brät

Dem Satiriker Florian Scheuba ist mit dem Büchlein "Unschuldsvermutung“ - das mit Fotos verzierte Drehbuch des gleichnamigen Programms - ein bemerkenswertes Kunststück gelungen. Denn die Auftritte der Charakterpuppen von Ex-Finanzminister Karl-Heinz Grasser (Buwog-Affäre), Waffenlobbyist Alfred Mensdorff-Pouilly (Eurofighter-Affäre) und Feinspitz-Banker Julius Meinl V. (Meinl-European-Land-Affäre) sind gleichsam bedrückend und belustigend. Bedrückend deshalb, weil die Unschuldslamperln sämtliche Aussagen tatsächlich so gemacht haben, sei es in Interviews oder bei Vernehmungen. Und belustigend deshalb, weil Scheuba das Frage-Antwort-Trara pfiffig zu arrangieren versteht. Kurzum, politische Realsatire aus Österreich at its best.

stefan apfl

Florian Scheuba: Unschuldsvermutung. Heinz Conrads präsentiert Österreichs reinste Lamperln. Amalthea, 99 S., € 14,95

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