Museum der Schnappschüsse: Westlicht bringt Polaroidkunst nach Wien

Feuilleton | Nicole Scheyerer | aus FALTER 21/11 vom 25.05.2011

Er erfand das breitentauglichste Medium der Fotogeschichte: Bereits 1939 meldete der US-Physiker Edwin Land das Patent für seine Polarisationsfolien an, die auch den Namen seiner späteren Firma prägten. 1948 brachte Polaroid die ersten instant cameras auf den Markt, vorerst aber nur mit Schwarz-Weiß-Bildchen.

Bis die Digitalfotografie den weiß gerahmten Fotos den Garaus machte, förderte und sammelte die Firma Fotokunst. Land stellte Künstlern Material zur Verfügung und erhielt im Gegenzug Arbeiten, außerdem entwickelte er riesige Sofortbildkameras, mit denen Schnellbilder im XL-Format von 50 mal 60 Zentimeter geschossen werden konnten.

Als Polaroid 1990 seine europäischen Filialen schloss, übergab es seine hiesige Sammlung dem Musée de l’Elysée in Lausanne als Dauerleihgabe. Bereits 1992 kuratierte Monika Faber im Wiener Museum moderner Kunst daraus die Ausstellung "Sofort-Bild-Geschichten“ mit Instantkunst von Eileen Cowin, David Levinthal und William Wegman.

Nach dem Konkurs


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