Das Elend der Welt lastet auf Javier Bardems Schultern

Feuilleton | aus FALTER 21/11 vom 25.05.2011

Der mexikanische Manierist Alejandro González Iñárritu konzentriert sich in "Biutiful“ erstmals auf eine Geschichte

Filmkritik: Michael Pekler

Wenn Uxbal sich zu Beginn fragt, was "dort drüben“ wohl sein mag, kennt man eigentlich schon sein Ende. Denn nach zweieinhalb Stunden wird Uxbal noch einmal in derselben weißen Winterlandschaft zwischen kahlen Bäumen stehen. Und dann wird man auch wissen, wer der junge Mann ist, der Uxbal erzählt, dass eine Eule im Augenblick ihres Todes einen Haarball ausspuckt.

Als vergangenes Jahr der neue Film von Alejandro González Iñárritu beim Filmfestival von Cannes präsentiert wurde, kam es zu filmkritischen Lagerbildungen. Die einen vermissten in der jüngsten Arbeit des mexikanischen Filmemachers, der sich mit seiner aus "Amores Perros“, "21 Grams“ und "Babel“ bestehenden Trilogie als gewiefter Chronist des Zufalls einen Namen gemacht hatte, das längst zum Markenzeichen gewordene Prinzip der folgenschwer miteinander verwobenen Episoden.


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