Wien, wo es isst  

Grinzing: Es gibt Gutes im Bösen

Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Stadtleben | aus FALTER 21/11 vom 25.05.2011

Lokalaugenschein: Florian Holzer

Wann fährt man nach Grinzing? Wenn amerikanische Verwandte zu Besuch kommen, denen man das nicht rechtzeitig ausreden konnte; oder weil wieder mal wer in Grinzing heiratet; oder um das Grab von Gustav Mahler oder Thomas Bernhard zu besuchen; oder, weil man wieder mal in den Weinbergen spazieren gehen will. Soll heißen: Nein, Grinzing ist gar nicht so schlecht, und den Massenbustourismus muss man hier nicht an die Wand malen, es gibt ihn kaum mehr, die Döblinger Regimenter halten auch keine Paraden ab und das Zentrum für Kulissenheurige ist längst Neustift.

Der letzte Geheimtipp-Heurige

Neben dem Restkitsch bemerkt man hier überraschend viel Echtes, Interessantes und Gutes. Fangen wir im Osten des Ortes an, bei Franzi Rauscher, dem letzten Geheimtipp-Heurigen in ganz Döbling: versteckt gelegen, selten offen, eine fantastische Stube, ein unglaublich zeitloses Buffet, an dem einem Mutter Rauscher herrlichen Liptauer und Kümmelbraten auf den Teller tut,


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