Film Neu im Kino

"Papa“ allein zu Haus: ein Kurzfilm von Umut Dag

Lexikon | aus FALTER 22/11 vom 01.06.2011

Vater werden ist nicht schwer, Vater sein dagegen sehr. Während überforderte Väter mit ihrem Nachwuchs üblicherweise als Komödienstoff taugen ("Drei Männer und ein Baby“), schlägt der an der Filmakademie Wien entstandene 40-minütige Kurzspielfilm "Papa“ durchaus ernstere Töne an. Denn der Rapmusiker (energisch: Murathan Muslu), der eines Morgens allein mit seinen beiden Kids aufwacht, reagiert zunächst mit Indifferenz und sogar Aggression auf die ungewohnte Vaterrolle - und schwört den größeren seiner Buben auf "Meine Mutter ist eine Schlampe“ ein, bevor er die Ölkreideschmiererei wieder vom Parkett wischt. Erst nach und nach lassen Stefanie Franz (Buch) und Umut Dag (Regie) ihren Protagonisten an "väterlicher Souveränität“ gewinnen, ohne deshalb gleich mit einem Happy-End zu kapitulieren. MO

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