Wie ein junger Genosse das Glücksspiel besiegte

Politik | Porträt: Stefan Apfl | aus FALTER 22/11 vom 01.06.2011

Der SPÖ-Politiker Niki Kowall hat erreicht, was viele für undenkbar hielten: Er stoppte einen Milliardenkonzern

Als Niki Kowall das Podium im Austria Center nach fünf Minuten und 36 Sekunden mit einem kräftigen "Freundschaft“ verlässt, klingt das wie eine Drohung. Gerade hat der Sozialdemokrat seine Wutrede über die Abschaffung der Glücksspielautomaten mit den Worten beendet: "In kaum einer anderen Frage ist aus sozialdemokratischer Perspektive so glasklar, was richtig und falsch ist, wie beim kleinen Glücksspiel.“

Die folgende Debatte zwischen Landesfunktionären und Bezirksräten wird so lebhaft geführt, dass altgediente Genossen danach behaupten werden, man habe am 66. Landesparteitag der Wiener SPÖ am vergangenen Samstag das untrügliche Gefühl gehabt, es "wäre wirklich diskutiert worden“.

Als der Antrag 5.06 über das "Verbot des kleinen Glücksspiels“ zur Abstimmung gebracht wird, heben bei "Ja“ so viele Genossen die Hand, dass Vizebürgermeisterin Renate Brauner


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige