Nachgetragen

Journal mehr oder weniger bedeutender urbaner Begebenheiten

Politik | aus FALTER 22/11 vom 01.06.2011

Traiskirchen an die Börse? Die Neuvergabe der Asylbetreuung stockt

Stefan Apfl

Wird ein börsennotiertes Schweizer Unternehmen künftig Asylwerber in Österreich betreuen? Dieses hartnäckige Gerücht macht in der Menschenrechtsszene die Runde.

Der Hintergrund: Zu Jahresbeginn wurde die Betreuung der vier heimischen Asylheime (Traiskirchen, Thalham, Reichenau, Bad Kreuzen) neu ausgeschrieben. Notwendig geworden war die Vergabe, weil der bisherige Betreiber, das deutsche Privatunternehmen European Homecare (EHC), wegen zu geringer Erlöse das Handtuch geworfen hatte.

EHC ist nun einer von mindestens drei Bewerbern um die lukrativere Neuausschreibung. Die anderen sind die heimische Non-Profit-Organisation Verein Menschenleben und die ORS Service AG, die in der Schweiz 4500 Asylwerber betreut.

Ein Sprecher des Innenministeriums weist das Gerücht, wonach ORS die Ausschreibung gewonnen habe, zurück. Demnach sei noch gar keine Entscheidung gefallen, obwohl die Arbeit Mitte des Jahres hätte aufgenommen


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