"Die Sache ist beschämend.“ Erste Reaktionen der Philosophieprofessoren


Florian Klenk
Medien | aus FALTER 22/11 vom 01.06.2011

Ein Plagiatsexperte legt ein umfassendes Gutachten vor, in dem einem heutigen EU-Kommissar systematischer Schwindel beim Verfassen einer Dissertation nachgewiesen wird. Die öffentliche Debatte aber bleibt aus.

Der Falter schrieb Professoren am Institut für Philosophie an und bat um Stellungnahmen. Die meisten Anfragen blieben unbeantwortet. Konrad Paul Liessmann erklärte in einem Telefoninterview, der Fall Hahn könne nicht mit dem Fall Guttenberg verglichen werden und müsse Anlass für eine breitere Debatte über wissenschaftliche Qualität sein. Hahn habe zwar auffallend oft "paraphrasiert“, eine Aberkennung des Titels sei deshalb nicht geboten.

Anders sieht es wohl Herbert Hrachovec, ein Kollege Liessmanns. Er veröffenlichte schon vor einiger Zeit eine inhaltliche Analyse der Hahn-Arbeit im Netz. Darin spricht er von "Banalität“ und "Peinlichkeit“ und davon, dass die Arbeit "mit Wissenschaft nur als abschreckendes Beispiel zu tun habe“.

Immerhin meldet sich auf Anfrage des

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