"Blödheit ist ein sozialer Drogencocktail“

Feuilleton | Interview: Thomas Edlinger, Fritz Ostermayer | aus FALTER 22/11 vom 01.06.2011

Die Gesellschaft verblödet systematisch, behaupten Georg Seeßlen und Markus Metz in ihrem Buch "Blödmaschinen“. Ein Gespräch

Siebenhundertzweiundachtzig Seiten Gesellschafts- und Ideologiekritik, das ist natürlich starker Stoff. Dass so ein Wälzer aber auch einigen Spaß bereiten kann, beweisen Markus Metz und Georg Seeßlen, die in "Blödmaschinen“ (siehe Seite 30) scharfsinnige Analyse mit bisweilen durchaus verspielter Originalität verbinden - etwa wenn sie eine direkte Linie von der Blödmaschine Kinder-Überraschungsei zum Wesen des Börsenspekulanten ziehen. Was genau Blödmaschinen sind, wie sie funktionieren und wie ein Blödmaschinensturm aussehen könnte, erklärt Georg Seeßlen im Gespräch.

Falter: Die österreichische Privat-TV-Sendung "Saturday Night Fever“ führt jugendliche Komasäufer in ihrem Balzverhalten vor. Wer ist blöder: die Jugendlichen, die Sendungsmacher oder die Zuseher?

Georg Seeßlen: Blödheit kann nicht unbedingt an den Subjekten festgemacht werden.


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