In den Ruinen der Zukunft

Feuilleton | Vorbericht: Sebastian Fasthuber | aus FALTER 22/11 vom 01.06.2011

Am Schwarzenbergplatz steht eine futuristische Skulptur, beschallt mit elektronischer Musik

Vor acht Jahren wurde der Schwarzenbergplatz nach Plänen eines spanischen Architekten aufwendig neu gestaltet. Verändert haben sich der Platz und seine Nutzung seither kaum. Gestresste Autofahrer passieren ihn, ohne viel wahrzunehmen. Russische Touristen besuchen das Russendenkmal, ansonsten sucht diesen städtischen Unort kaum jemand bewusst auf.

Neuerdings schmückt ihn ein auffälliges Monument. Auf der freien Fläche vor dem Hochstrahlbrunnen wurde eine zehn Meter hohe und 20 Meter lange Skulptur aus 20 Tonnen schwarz beschichtetem Aluminium errichtet, die aussieht, als wäre sie zufällig vom Himmel gefallen.

The Morning Line heißt die Arbeit, die auf einer Idee des Londoner Künstlers Matthew Ritchie basiert und von den New Yorker Architekten Benjamin Aranda und Chris Lasch für Thyssen Bornemisza Art Contemporary umgesetzt wurde. Nach Gastspielen auf der Biennale in Sevilla und in der Kulturhauptstadt


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