Dark Side of the Woon

Feuilleton | Porträt: Florian Obkircher | aus FALTER 22/11 vom 01.06.2011

Aus dem Sound der britischen Underground-Clubs formt Jamie Woon düsteren Pop zwischen Bass und Stille

Es ist dunkel, stockdunkel. Die DJ-Kanzel im Südlondoner Mass-Club wird von riesigen Boxentürmen flankiert, hunderte Tänzer bewegen sich im Rhythmus der Musik. "Come Mediate on the Bass Weight“ lautet das Motto der Nacht, eingefordert vom DJ-Duo Digital Mystikz (DMZ), das hier gerade eine musikalische Revolution ausruft.

Wir schreiben das Jahr 2005, Dubstep heißt der Sound der Stunde. Der Begriff steht für düstere, elektronische Tanzmusik, die von futuristischen Reggae-Sounds und entschlacktem Drum ’n’ Bass geprägt ist. Musik, die man nicht nur hört, sondern vor allem fühlt. Stimmt das Soundsystem, schütteln einem die tiefen Frequenzen die inneren Organe durch und sorgen für eine spirituelle Soundmassage.

Anfang bis Mitte des letzten Jahrzehnts waren es Nächte wie jene im Mass-Club, die Dubstep zu seinem rasanten Aufstieg verhalfen. Partys, bei denen eine neue Generation


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