Heilige María de la Matraca

Feuilleton | Buchbesprechung: Karl-Markus Gauss | aus FALTER 22/11 vom 01.06.2011

"Der Jahrmarkt“ von Juan José Arreola ist ein Schatz aus Lateinamerika. Der Septime Verlag hat ihn gehoben

Manchmal sind es kleine Verlage, denen wir große Entdeckungen verdanken. Der 2009 in Wien gegründete Septime Verlag ist es kühn, mit nichts als ein paar guten Ideen und einem formidablen Übersetzer, angegangen, Bücher zu veröffentlichen, von denen wir vorher nicht wussten, dass sie uns fehlten. "Der Jahrmarkt“ von Juan José Arreola ist ein solches Buch, und wenn man es gelesen hat, wundert man sich, dass es nicht schon viel früher übersetzt wurde.

Arreola? Der 1918 im Bundesstaat Jalisco geborene Mexikaner wird in Lateinamerika als moderner Klassiker verehrt. Obwohl die lateinamerikanische Literatur in mächtigen Wellen über Europa gekommen ist und manch fragwürdiges Treibgut mit sich führte, ist ausgerechnet er hier unbekannt geblieben. Das ist ungerecht, nicht bloß, weil er ungleich besser schrieb als viele argentinische oder kolumbianische Autoren, die es auch hier


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