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Feuilleton | aus FALTER 22/11 vom 01.06.2011

Gil Scott-Heron (1949-2011)

Der US-amerikanische Sänger und Poet Gil Scott-Heron ist am 27. Mai in New York verstorben, nachdem er krank von einer Europatournee zurückgekehrt war. Mit seinem politisch aufgeladenen Soulfunk zählte er zu den zentralen Stimmen des schwarzen Amerika in den 1970ern und war ein wichtiger Wegbereiter des Rap, auch wenn er sich gegen Titulierungen wie "Der Pate des Rap“ stets verwahrte. Zu seinen wichtigsten Werken gehören "Pieces of a Man“ (1971), "Winter in America“ (1974) und "Reflections“ (1981). Unvergänglich sind Stücke wie "The Revolution Will Not Be Televised“, "The Bottle“ oder "B-Movie“.

Scott-Heron wirkte stark und kämpfte doch jahrzehntelang mit Suchtproblemen. Er verbüßte wiederholt Gefängnisstrafen wegen Drogendelikten und war als Musiker lange Zeit von der Bildfläche verschwunden. Just im Vorjahr gelang ihm mit dem sehr persönlichen, im Zeichen einer zornigen zeitgenössischen Bluesmusik stehenden Album "I’m New Here“

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