7 Sachen die Sie über das Projekt Roma-Dorf eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 22/11 vom 01.06.2011

Ein Hauch von Schlingensief!

Seit 26. Mai steht vor dem Parlament ein Barackendorf oder vielmehr die Andeutung dessen: Der Kreis aus buntbemalten Pressspanplatten erinnere an Christoph Schlingensiefs "Ausländer raus“-Container von 2000, hieß es in der Ankündigung. Na ja, ein ganz kleines bisschen vielleicht.

Wer macht da Theater?

Das britische Künstlerpaar Delaine und Damian Le Bas hat für die "Into the City“-Reihe der Wiener Festwochen das Barackendorf entworfen. "Safe European Home?“ heißt die begehbare Installation, die einer Roma-Siedlung nachempfunden sein soll.

Aha, und worum geht’s wirklich?

Die Künstler wollen mit ihrem Dorf auf die wachsende soziale Ungleichheit in Europa aufmerksam machen. "Safe European Home?“ fordert die Diskussion über Gleichstellungsmaßnahmen für Minderheiten wie etwa die der Roma und der Sinti.

Was gibt es da zu sehen?

Neben dem Bretterverschlag gibt es auch noch eine kleine Bibliothek mit Literatur über die aktuelle soziale und politische Lage. Außerdem findet im Pressezentrum des Parlaments die Ausstellung "Roma Protokoll“ statt.

Und der Sinn und Zweck?

Ziel der Aktion ist: "Aufmerksamkeit erreichen. Stehen bleiben. Hinschauen. Nachdenken.“

Klappt’s?

Offenbar: Parlamentspräsidentin Barbara Prammer freute sich bei der Eröffnung jedenfalls, dass man sich mit Menschen beschäftige, "die es nicht leicht hatten in Österreich“ und "die es zum Teil noch immer nicht leicht haben“.

Wie lange steht das Dorf noch?

"Safe European Home?“ hat seine Tore bis zum 8. Juni geöffnet.


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