Mobil eben

Wie wir uns bewegen

Stadtleben | aus FALTER 22/11 vom 01.06.2011

Mobilität kostet

5240 Euro gibt der österreichische Durchschnittshaushalt im Jahr für Mobilität aus, berichtet der Verkehrsclub Österreich (VCÖ) auf Basis von Daten der Statistik Austria. Wien fährt vergleichsweise günstig und zahlt im Schnitt 4120 Euro. Spitzenreiter ist Niederösterreich mit 6120 Euro. Generell sind die Ausgaben überall dort niedriger, wo sich ein dichtes öffentliches Verkehrsnetz findet und man nicht so sehr auf den eigenen Pkw angewiesen ist. Im Vergleich zum Jahr 2005 sind die Mobilitätskosten österreichweit um 330 Euro gestiegen.

Barrierefrei

Noch bis Herbst laufen die Umbau- und Sanierungsarbeiten der fünf ehemaligen Ustrab-Stationen auf der Wieden, die bisher zu den gruseligsten und unangenehmsten Orten der Stadt zählten. Fifties- oder Sixties-Flair hin oder her. Jetzt wird hier unten also alles heller und natürlich auch barrierefrei. In der Station Blechturmgasse wurden gerade zwei Lifte eingebaut, im Sommer sollen die Arbeiten in den Stationen Matzleinsdorfer Platz und Eichenstraße abgeschlossen sein. Die Stadt Wien investiert aus Mitteln des Konjunkturpakets insgesamt elf Millionen Euro.

Mind the Gap

Genau elf Millionen Euro investieren auch die Wiener Linien. Sie schaffen damit sensiblere U-Bahn-Türen an, um die Fahrgastsicherheit zu erhöhen. Die Türen sollen schon beim geringsten Widerstand reagieren und öffnen auch dann automatisch, wenn nur ganz dünne Gegenstände eingeklemmt sind, heißt es. Zusätzlich gibt es bereits ab sofort auf allen fünf U-Bahn-Linien eine neue Sicherheitsdurchsage, in der auch auf den Spalt zwischen Bahnsteig und U-Bahn-Türe hingewiesen wird. So lange, bis es jeder weiß.


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige