Grüne Welle = Rot für den Feinstaub?

Steiermark | Recherche: Markus Guldenschuh | aus FALTER 22/11 vom 01.06.2011

Kann die grüne Welle wirklich den Feinstaub verringern? Experten bezweifeln das

Umweltlandesrat Gerhard Kurzmann (FPÖ) überraschte die steirischen Autofahrer bei der Präsentation seines Luftreinhalteprogramms mit einem besonderen Geschenk: Anstelle von Restriktionen verspricht er eine "emissionsoptimierte Ampelschaltung“: Durch die grüne Welle sollen die Autos bis zu zwanzig Prozent weniger Feinstaub ausstoßen. Sein Programm, das auch erwartete Maßnahmen wie die Förderung feinstaubarmer Heizungsarten enthält, werde "die EU überzeugen“, ist sich Kurzmann sicher.

Zuerst müsste er aber noch die Stadt Graz überzeugen, denn die besitzt die Hoheit über die städtischen Ampeln - und die Grüne Vizebürgermeisterin und Verkehrsstadträtin Lisa Rücker macht keinen Hehl aus ihrer Ablehnung: Die grüne Welle sei "ein Schritt zurück in die Siebziger“, der zu einer Zunahme des Verkehrs führe und somit sicher zu keiner Feinstaubreduktion. Sie will dem öffentlichen Verkehr, Fußgängern


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