Hundert Jahre Zeitausgleich

Wir sind die City of positives Denken!

Befindlichkeitskolumne

Steiermark | aus FALTER 22/11 vom 01.06.2011

Wir haben im Laufe der Zeit gelernt, auf einiges zu verzichten: Wolfgang Bauer, den Uhrturmschatten, das Café Nordstern, den vermoderten Geruch von toten Menschen in Plastiksackerln aus dem Wasser der Mur, Dreh & Trink (ist aber wieder aufgetaucht), GAK ganz vorne, Peter Handke, Arnold Schwarzenegger, das Café Sud, Kinos mit Vormittagsvorstellungen, das NonStop Kino, die Neue Zeit, Ivica Vastic, Marianne (werden Sie nicht kennen), die Pferdestraßenbahn nach Mariatrost, die Hoffnung auf eine Wasserrutsche vom Schlossberg, Raucherabteile, die Kultur des Nacktbadens direkt im Stadtgebiet, den "Guglhupf“ (also: die Radiosendung), die Unschuld. Wir haben immer noch: Frankfurter mit Senf und Kren, die Bergzebras von Herberstein, diverse Ehrentitel, die kaukasische Flügelnuss, die steirische Pornoindustrie, Rassisten, Stadtfeste mit lustigen Trachten, Wassersportmöglichkeiten, eine lebendige Szene, Heimgärten und Sportplätze direkt an der Mur, die pittoreske Altstadt, gute nachbarschaftliche Beziehungen, kleine Cafés mit Raucherräumen, Petra (werden Sie nicht kennen, ist die Cousine), Mädchen und Buben mit bunten Haaren, eine kritische Masse, Drogen, aufmüpfige Graffiti (wie: Besser ein Schnitzl am Teller als beim Fritzl im Keller), Blaskapellen, den Huchen, Sex im öffentlichen Raum. Besser als ein Stein am Schädel.


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