Diven und Dandys

Lexikon | Andreas Felber | aus FALTER 23/11 vom 08.06.2011

Das Jazz Fest Wien wartet heuer mit einem inoffiziellen Stimmenschwerpunkt auf

Nach der letztjährigen Jubiläumsausgabe ist beim Jazz Fest Wien wieder der Alltag eingekehrt. Das Programm des heurigen 21. Jahrgangs bestätigt souverän den Ruf Österreichs größter Jazzveranstaltung als Ansammlung bekannter Namen, von denen nicht wenige den Zenit ihres Könnens bereits lange überschritten haben. Klang statt Rang also. Zudem war das Gros der heurigen Headliner in den vergangenen Jahren - mitunter mehrmals - in der Bundeshauptstadt zu Gast.

Dass freilich der 80er-Jahre-Popstar Cyndi Lauper, der erst 2008 sein spätes Wien-Debüt feierte, nun die Staatsoper beschallt (15.7.), ergibt als ironische Volte der Musikgeschichte durchaus Sinn: War es doch Laupers Hit "Time After Time“, den Miles Davis anno 1985 im Rahmen des Albums "You’re Under Arrest“ coverte.

Damals schlug dem Trompeter Häme ob des vermeintlich kommerziellen Ausritts entgegen; ein Vierteljahrhundert später lässt sich diese


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