Tipp Pop

Neues Album von M185: 5 Fanboys wollen es wissen

Lexikon | aus FALTER 23/11 vom 08.06.2011

Berlin? London? New York? Selten hat eine österreichische Rockband derart international geklungen wie das Wiener Quintett M185, das am Samstag sein neues Album "Let the Light In“ mit einer Konzertparty präsentiert.

Die Einflüsse der vom gebürtigen Tiroler Heinz Wolf gegründeten Band sind vielfältig. Der stete Puls der Krautrock-Schule treibt die Songs an, Gitarrenarbeit im Stile guten 90er-Jahre-Indierocks, psychedelische Elemente und der coole Singsprech-Lingo von Wolfram Leitner sind das Fleisch und Fett auf den Knochen. Schön an den neuen Songs ist, dass die Band einen ordentlichen Drive entwickelt und ihren Groove gefunden hat. M185 machen immer noch Fanmusik von Plattensammlern für Plattensammler, sind damit aber weit entfernt vom blanken Epigonentum.

"Ursprünglich waren wir ein Duo, das zu Hause am Rechner herumgeschraubt hat“, erinnert sich Gitarrist und Chefideologe Wolf. Nach und nach wurde eine Band daraus. Leitner stieß zunächst als Schlagzeuger dazu, ehe er die Sängerrolle annahm. "Die Phase bis zum ersten Album, Transformers‘ war die des Zusammenfindens“, erzählt er. "Erst danach hat sich das fixe Line-up gefunden.“

Mit "Let The Light In“ sind M185 nun gleichsam an einer Schwelle angelangt. In puncto Homerecording und Selbstvermarktung haben sie gemacht, was geht. Der nächste Schritt hieße Professionalisierung. "Wollen wir für unser nächstes Album 5000 Euro in die Hand nehmen?“, grübelt Wolf. "Wir sind ja Soundfetischisten. Die Frage ist, ob wir in ein professionelles Studio gehen oder uns um das Geld lieber alte Mikrofone kaufen, um unser eigenes Studio weiter auszubauen.“ SF

Wuk, Foyer, Sa 21.30


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige