Vernissagen

Künstler, Kuratoren, Sammler auf die Couch

Lexikon | aus FALTER 23/11 vom 08.06.2011

Fast scheinen diese Eigenschaften schon zum Standardrepertoire heutiger Ausstellungen zu gehören: Der Anteil an Gegenwartskunst, die sich nicht zumindest ansatzweise als "ortsspezifisch“ oder "institutionskritisch“ versteht, ist gering. Der Kurator Martin Fritz geht nun mit seiner Ausstellung "Beziehungsarbeit. Kunst und Institution“ bis in die 60er-Jahre zurück, um die Anfänge dieser strukturreflexiven und aufbegehrenden Haltung zu zeigen. Die ironisch-subversiven Einflüsse gehen schon auf Fluxus und Dada zurück. Ausgewählte Arbeiten der umfangreichen Schau (u.a. von Marcel Broodthaers, Hans Haacke, Andrea Fraser) sollen auch deutlich machen, dass kritischer Kunst oft sehr schnell die Zähne gezogen wurden. Die Ausstellung findet anlässlich des 150. Jubiläums des Künstlerhauses statt. NS

Künstlerhaus, Do 19.00; bis 16.10.


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