Die "flüchtige Berührung“ eines Trainers

Politik | aus FALTER 23/11 vom 08.06.2011

Ein Tennislehrer schiebt bei einer "Massage“ mehrmals seine Finger in die Unterhose einer 13-Jährigen. Er wird nicht angeklagt und unterrichtet weiter

Bericht: Florian Klenk

Von Karl Kraus stammt die Erkenntnis, dass man bei Sittlichkeitsprozessen der Wiener Strafjustiz nicht wisse, ob man die richtige oder die falsche Anwendung des Gesetzes beklagen solle.

Der Satz hat 100 Jahre später noch immer Gültigkeit, wie die Abteilung für Sittlichkeitsdelikte der Staatsanwaltschaft Wien zeigt.

Der Fall verdient Aufmerksamkeit, es geht um versuchten sexuellen Missbrauch und um die Interpretation des Strafrechts, wenn es um Kinder und zudringliche Lehrer geht. Der Fall ist ein Musterbeispiel dafür, wie Opfer an Grenzen stoßen, wie sie sogar als Lügnerinnen verleumdet werden, wenn es um Übergriffe geht.

Maria (Name geändert) ist gerade einmal 13 Jahre alt. Sie spielt Tennis im noblen Tennisklub Perchtoldsdorf. Ihr Trainer ist ein älterer Herr, der Maria nach den Tennisstunden zu ihren Eltern

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