Der kleine Rempler eines Lehrers

Politik | aus FALTER 23/11 vom 08.06.2011

Im noblen Kollegium Kalksburg soll ein Lehrer ein Kind attackiert haben. Mit ungewöhnlichen Methoden versucht die Schule, die Eltern zu diskreditieren

Bericht: Joseph Gepp

Irgendwann soll es ihr Sohn Rastko leichter haben als sie selbst, sagt Mutter Ljiljana I., die vor drei Jahren aus dem bosnischen Banja Luka nach Wien kam. Deshalb besuchte der Neunjährige die noble Volksschule im Kollegium Kalksburg in Liesing. 550 Euro kostet hier das monatliche Schulgeld, Rastko drückte mit Anwalts- und Politikerkindern die Schulbank. Von außen sieht das katholische Privatinstitut wie ein Schloss aus vergangenen Tagen aus. Und auch innen, behauptet zumindest Rastkos Mutter, hat manch unzeitgemäße Methode überdauert.

Drei Tage vor Weihnachten verlor der Supplierlehrer Martin W. die Nerven. Weil Rastko mit anderen Kindern Verstecken spielte, packte ihn der Lehrer und stieß ihn mit beiden Händen so fest, dass er mitsamt Sessel gegen die Wand prallte. So erzählte es Rastko später der Polizei. Das

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