Wenn das Feindbild Islam die Schlagzeilen dominiert

Politik | aus FALTER 23/11 vom 08.06.2011

Das Jahrbuch für Islamophobieforschung 2011 stellt auch den Qualitätsmedien ein vernichtendes Zeugnis aus

Rezension: Marion Bacher

Nachdem Josef Pröll im April seinen Rücktritt bekanntgab, hievte Profil H.-C. Strache aufs Cover. Das Nachrichtenmagazin titelte "Pröll geht, Strache kommt“. Die gleiche Partei, die Profil als Siegerin herbeischrieb, fiel im Wiener Wahlkampf mit islamophober Propaganda auf. Ob mit der Diskreditierung der SPÖ als "Islamistenpartei“, mit Wortneuschöpfungen wie "Gegengesellschaft“ oder mit indirekten Aufrufen zur Gewalt gegen Muslime in ihrem Comic "Sagen aus Wien“ - die antimuslimische Hetze der FPÖ hatte im September 2010 eine neue Dimension erreicht.

Mit genau diesen Diskursstrategien beschäftigt sich Farid Hafez im "Jahrbuch für Islamophobieforschung 2011“. Der Politikwissenschaftler ist Herausgeber des Sammelbandes, in dem sich sieben Autoren mit islamfeindlichen Tendenzen in Deutschland, Österreich und der Schweiz auseinandersetzen.

Historische


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