Jeder für sich und Gott gegen alle

Feuilleton | aus FALTER 23/11 vom 08.06.2011

Die Essenz der Dinge: der große Regisseur Terrence Malick und sein bisher radikalster Film "The Tree of Life“

Werkgeschichte: Michael Pekler

Nachdem sich die Menschheit in Stanley Kubricks "2001: A Space Odyssey“ der Technik in Form eines scheinbar unfehlbaren Bordcomputers entledigt hat, macht sie sich auf ihre letzte Reise. Diese ist jedoch zugleich ein neuer Anfang: Vor dem Jupiter schwebt der riesige schwarze Monolith, und durch einen bis dahin noch nicht gesehenen Bildersturm sowie Großaufnahmen des menschlichen Auges hindurch gelangt der letzte Raumfahrer schließlich zu sich selbst. Der Mann wird zum sterbenden Greis, und dieser wiederum zu einem durch den Weltraum schwebenden Fötus, der mit weit geöffneten Augen auf die Erde blickt.

Am Beginn von Terrence Malicks "The Tree of Life“ steht ein Zitat aus dem Buch Hiob. "Wo warst du, als ich die Erde gegründet?“, spricht Gott zum Zweifler. "Sag es denn, wenn du Bescheid weißt.“ Hiob, der angesichts des seiner Ansicht nach


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