7 Sachen die Sie über SPROSSEN eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 23/11 vom 08.06.2011

Ehec-Alarm schon wieder. Nach den Gurken sind’s nun die Sprossen. Wie bitte?

Sprossen, genau. Norddeutsche Behörden haben nun Anfang der Woche nach Feldgemüse diese beliebte Salatbeilage im Visier. Roh verzehrte Sprossen könnten sich als die lang gesuchte Ehec-Infektionsquelle entpuppen, meldet der Spiegel.

Was sprießt denn da?

Keimen lassen kann man so ziemlich alles: Soja, Bohnen, Radieschen, Linsen, Alfalfa oder sogar Getreide. Vorm Rohverzehr wurde schon vor dem Ehec-Verdacht gewarnt. Man sollte Sprossen auch für den Salat stets kurz mit kochendem Wasser übergießen.

Das soll gesund sein?

Vor allem im Winter sollen uns Sprossen und Keimlinge mit Vitaminen und Mineralstoffen versorgen.

Kann man doch auch selber machen.

Kann man. Machen auch viele. Eher im Winter (siehe oben). Von der eigenen Fensterbank schmeckt’s auch besser als aus irgendeinem Keller.

Wie werden Sprossen denn angebaut?

Mungobohnenkeimlinge, Radieschensprossen, Erbsenkeime, Linsensprossen usw. werden industriell in Trommeln bei einer Temperatur von 38 Grad Celsius mit Wasserdampf herangezogen - ein ideales Klima für Keimlinge ganz anderer Art.

Und wie kommt Ehec da hinein?

Zwei Mitarbeiterinnen eines Sprossenproduzenten in Deutschland, heißt es, seien an Durchfall erkrankt, bei einer wurde Ehec nachgewiesen. Da bei der Produktion - wie auch bei Glashausgurken - keine Gülle gespritzt wird, könnte nur das Gießwasser verseucht sein.

Ist so etwas schon einmal vorge-

kommen?

Radieschensprossen waren die Ursache einer Ehec-Epidemie, die Mitte der 90er-Jahre in Japan grassierte.


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