Das Globotop des Balles

Stadtleben | aus FALTER 23/11 vom 08.06.2011

Fifa: Der sport-mediale Komplex Weltfußballverband ist mehr Farce als Fun

Analyse: Johann Skocek

Genau 208 ehrenwerte Männer aus 208 Ländern versammeln sich vergangene Woche im 100-Millionen-Dollar-Anwesen in Zürich, um ein Kreuzerl auf einem Wahlzettel zu machen. Darauf steht ein Name: Sepp Blatter. 186 Jasager wählten ihn zum Präsidenten des Weltfußballverbandes Fifa. Für Politiker wie Michael Häupl ist so ein Wahlergebnis unter 99 Prozent eine Niederlage, für Blatter ein Triumph. Der letzte Akt einer Farce.

Blatter ist Machthaber und Apparatschik in Personalunion und nennt sich Missionar. Der Fußball und vergleichbare Sport-Monopol-Konzerne (Uefa, IOC) bieten ihm und seinesgleichen ein liftdicht abgeschlossenes, globales Biotop, ein Globotop.

Die Regeln sind einfach: Jeder denkt an sich selbst, und alle sind vom Präsidenten abhängig. Sei es der gelernte Faschist und Ex-IOC-Präsident Juan Antonio Samaranch, Blatters Vorgänger und Schutzpatron João Havelange oder der kleine


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