Fußball 

Immer wieder, immer wieder Charlie Brown

Glosse

Stadtleben | aus FALTER 23/11 vom 08.06.2011

Wolfgang Kralicek hält die Nationalmannschaft für eine Krankheit

Das Zuschauen bei Spielen der österreichischen Nationalmannschaft macht krank. Nicht physisch, aber psychisch. Wobei die Spiele, in denen Österreich mies spielt, weniger schlimm sind als Matches wie das 1:2 vorigen Freitag gegen Deutschland, wenn Österreich gut spielt, sogar überlegen ist. Sofort glaubt man wieder an das Gute im österreichischen Fußball und verdrängt den Gedanken daran, dass es meistens ja doch nicht gut ausgeht. Das Team kann die Schwäche des Gegners nicht nutzen, und irgendwann fällt dann das vollkommen unverdiente Gegentor. Das tut so weh! Dabei handelt es sich nicht um einen harten, oberflächlichen Schmerz, sondern um ein dumpfes, tiefsitzendes Gefühl, das durch das Gegentor wieder neu aktiviert wird. Es ist das Charlie-Brown-Feeling, das Gefühl, einer Losertruppe anzugehören. Gesund kann das nicht sein.


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