Wien, wo es isst  

Flötzersteig: mehr als nur Kleingarten und Radarfalle

Kulinarischer Grätzel-Rundgang Kulinarischer Grätzel-Rundgang

Stadtleben | aus FALTER 23/11 vom 08.06.2011

Lokalaugenschein: Florian Holzer

Wenn man am westlichen Rand Wiens aufgewachsen ist, hat man zum Flötzersteig eine recht eindeutige Einstellung: rasche Verbindung in die Stadt, rechts und links - wurscht. Frevel! Denn bei genauer Betrachtung hat diese in den 80ern fast zur Stelzenstraße gemachte Straße irrsinnig viel: die ehemaligen Carl-Zeiss-Werke, 1916 von Robert Oerley (Secession!) mitsamt Observatorium gebaut, seit drei Jahren leer. Oder die außerirdisch wirkende Müllverbrennungsanlage oder Steinhof oder eine der ersten und schönsten Gesiba-Anlagen, Musterstück roter Wohnbauvision. Friedhöfe, Spitäler, Kasernen und endlose Kleingartenvereine, seltsames Stück Stadt.

Eat the Kleingartenverein

Und zu essen gibt’s auch. Seit vier Jahren zum Beispiel im Alfredo, das bis dahin die Konditorei Tirolermandl war. Alfredo schaut recht schnittig aus, hat ein Designerzimmer, eine fesche Terrasse, das übliche Vorstadtitaliener-Angebot, allerdings wird die Pasta selbst gemacht und das Fleisch


Diese Artikel könnten Sie auch interessieren:


Anzeige

Anzeige