Der Künstler als Propagandist

Steiermark | aus FALTER 23/11 vom 08.06.2011

Oliver Ressler ist nicht nur Künstler, sondern auch Aktivist. Seine Ausstellung in Prenning zeugt davon

Werkschau: Tiz Schaffer

Es war nicht immer so, dass das, was Oliver Ressler macht, anstandslos als Kunst akzeptiert wurde. Als er sich Mitte der Neunziger der politischen Kunst zuwandte, da ist es ihm mitunter passiert, dass er zu hören bekommen hat: "Interessant ist das schon, aber Kunst ist es nicht.“ In der Tat beschreitet der gebürtige Knittelfelder, der an der Angewandten studiert hat und heute in Wien lebt, einen schmalen Grat zwischen Aktivismus und Kunst. Nur Diskussionen darüber, ob er nun Kunst mache oder nicht, die würde es heute nicht mehr geben. Nicht zuletzt hätte etwa eine dezidiert politische Documenta, wie sie 2002 von Okwui Enwezor in Kassel ausgerichtet wurde, so Ressler, ein neues Bewußtsein geschaffen. Und dass seine Arbeiten international in Museen Zeitgenössischer Kunst wie in Athen, Bukarest oder Massachusetts zu sehen sind, dürfte wohl letzte Zweifel


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