Kunst und Alltag, fast ein Skandal

Steiermark | aus FALTER 23/11 vom 08.06.2011

Das kunsthaus muerz wurde für seine Jahresausstellung mit vielen netten Dingen bestückt

Bericht: Ulrich Tragatschnig

Das waren noch Zeiten, als ein Künstler ein handelsübliches Urinoir zu einer Ausstellung einreichen konnte und der Skandal komplett war. Wie etwa 1917, als Marcel Duchamps "Fontain“ von der Jury der großen Schau der Society of Independent Artists im New Yorker Grand Central Palace abgelehnt wurde. Heute steht das Werk als autorisierte Replik in prominenten Häusern wie der Londoner Tate Modern sowie - als Ikone moderner Kunst und des Ready-mades - im Lexikon.

Sich das Ding als solches einzuverleiben gehört inzwischen zu den konventionelleren Strategien. Es bedarf mehr, um Spannung zu erzeugen. Die von Stella Rollig, Leiterin des Linzer Kunstmuseums Lentos, für das Jahresmuseum des kunsthauses muerz unter dem schlichten Titel "über dinge“ zusammengetragene Auswahl an künstlerisch verarbeiteten Alltagsobjekten zeigt dazu Möglichkeiten auf: Eine wäre die Arbeit "Vienna


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