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Lexikon | aus FALTER 24/11 vom 15.06.2011

Kurz besprochen: Kraut und Rüben

Stütze

Helle Helle: Rodby-Puttgarden. Dt. v. Flora Fink. Dörlemann, 285 S., € 20,50

Bringen Schriftstellerschulen grundsätzlich nichts? Das kann man so nicht sagen. Helle Helle, 1965 geborene dänische Autorin mit einprägsamem Namen, hat in Kopenhagen eine besucht. "Keep it simple!“ scheint sie dort gelernt zu haben. Helle setzte sich also hin und schrieb in guten, kurzen, normalen Sätzen über die Leben der Schwestern Jane und Tine, die beide auf einer Fähre als Parfumverkäuferinnen arbeiten. Tine ist die Extrovertierte, Plappernde, Jane die Introvertierte, Stille. Beide setzen sie die Tradition ihrer Vormütter fort, ein Nahverhältnis zu Männern nur zu Zeugungszwecken zuzulassen, um sich in der Folge alleine mit dem Kind durchzuboxen.

Meist in mundgerechte 3-Seiten-Kapitelchen portioniert, gelingt Helle Helle alles wie beiläufig: Milieuschilderung, Generationenskizzierung, Stimmungsmache, glaubwürdige Dialoge und Sexszenen. Es gibt eigentlich

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