Ohren auf  

Keine Angst vor der nervösen Welt

Sammelkritik

Lexikon | Gerhard Stöger | aus FALTER 24/11 vom 15.06.2011

Die vier Bands verbindet so manches. Sie sind jung, kommen aus Österreich, rocken in ihrer Muttersprache und tragen eigenwillige Namen. The Who The What The Yeah präsentieren sich auch auf ihrem zweiten Album "Nervöse Welt“ (Konkord) als zornige jungen Männer, die forschen Indierock mit Sixties-Elementen verbinden. Das wäre theoretisch wunderbar, geht sich praktisch aber nicht ganz aus, weil TWTWTY ihren Zorn nicht konsequent ausleben, sondern immer wieder durch gefällig-deutschrockige Passagen bremsen. Zu den interessanteren jungen Bands des Landes zählen sie trotzdem.

Unverschnörkelt-eingängigen, dabei aber doch auch abwechslungsreichen und ganz gerne Richtung Tanzfläche schubsenden Indierock mit teils hymnischen Gesten spielt das ebenso bemerkenswerte Quartett Er ist tot, Jim auf seinem hübsch betitelten Debüt "An der Spitze ist für alle Platz“ (office4music). Hier wirkt die einschlägige Nullerjahreschule - Franz Ferdinand und Konsorten also - hörbar nach, wobei das

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