Musiktheater Tipp

Zwischen Gegenwart und Vorrevolution

Herbert Schranz | Steiermark | aus FALTER 24/11 vom 15.06.2011

Matthias Hartmann hat mit seiner Inszenierung von Dmitri Schostakowitschs Oper "Lady Macbeth von Mzensk“ (1934) an der Oper Graz eine Hauptabsicht des Komponisten sehr deutlich gemacht: Katerina Ismailowa, die "Lady Macbeth von Mzensk“, wie Schostakowisch es formulierte, "als positive, das Mitgefühl des Zuschauers verdienende Person zu behandeln“. Mit dem gestürzten Stalin verlegt Hartmann die Handlung in die Gegenwart, wiewohl die Kostüme auf die vorrevolutionäre Zeit verweisen. Der Rolle der Katerina ist Mlada Khudoley vorzüglich gewachsen, der Chor und die Statisterie vollbringen darstellerische Höchstleistungen, die Grazer Philharmoniker verfehlen öfters die nötige Zuspitzung.

Oper Graz, So 18.00, Mi 19.00

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FALTER 16/19
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