Meinesgleichen

Falter & Meinung | aus FALTER 24/11 vom 15.06.2011

Unfreiheitliche Aggressionen gegen Raimund Löw

Kürzlich im EU-Parlament. Hazeh Strache auf Gutwind-Besuch. Gemeinsamer Pressekonferenz-Auftritt mit Marine Le Pen (MEP und Chefin des Front National). Die FPÖ wäre gern bei einer Fraktion der europäischen Rechten dabei, der gilt die FPÖ als zu rechtslastig. ORF-Korrespondent und Falter-Kommentator Raimund Löw fragte daher (auf Französisch) Frau Le Pen: "Was müsste die FPÖ tun, um die Hindernisse auf diesem Weg zu beseitigen? Ich stelle die Frage, weil es in Österreich eine etwas bizarre Diskussion gibt über die Ehrenbürgerschaft Adolf Hitlers, die es in einigen österreichischen Städten noch gibt.“

Der FPÖ-Tross reagierte mit Geschrei und Tumult. Vilimsky & Co versuchten, Löw am Fragen zu hindern. Das Beste kam erst danach, in Form von Aussendungen der FPÖ. Zum Beispiel dieser von Harald Vilimsky: "In noch nie dagewesener Art und Weise wurde heute eine internationale Pressekonferenz von FPÖ-Bundesparteiobmann HC Strache in Straßburg vom ORF-EU-Korrespondenten Raimund Löw torpediert, indem Löw versuchte, Österreich als Nazi-Land darzustellen bzw. als ob Hitler bis heute Ehrenbürger in Österreich gewesen sei und die FPÖ durch Abwesenheit bei einer Abstimmung diese Ehrenbürgerschaft verlängern hätte wollen.“ - Noch nie dagewesen, Herr Vilimsky? Erinnern nicht vielmehr Ihre Einschüchterungsversuche und Ihr Geschrei ("Nestbeschmutzer“, "dunkelroter Mantel“) fatal an schon einmal Dagewesenes? Um nicht zu sagen an Ewiggestriges?

Quelle:

Harald Vilimsky: "ORF-EU-Korrespondent Löw produziert in Straßburg Eklat der Sonderklasse“, APA-OTS-Aussendung der FPÖ vom 8.6.2011


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