Griechen, Krise und Europas Populisten

Falter & Meinung | aus FALTER 24/11 vom 15.06.2011

Der FPÖ-Chef stellt die richtigen Fragen. Aber er lenkt die Gefühle, die er mobilisiert, in die falschen Kanäle

Kommentar: Robert Misik

Unser Geld für unsere Leute“, trommeln Heinz-Christian Strache und seine Entourage. Und das Argument zieht. Ein Schuldiger für die Misere an den Finanzmärkten ist gefunden: der "Pleite-Grieche“ und die faulen Südeuropäer. So verdichtet sich der Argwohn, dass da doch irgendetwas nicht gerecht zugeht beim Bezahlen der Krisenkosten, in Finanzchauvinismus. Das Gefühl selbst ist ja nicht unberechtigt, aber wie stets lenkt es der Populismus in die denkbar dümmsten Kanäle.

Die Staatsschuldenkrise ist nur die Folge der globalen Finanzkrise, da die Staaten erstens den Banken ihre Schulden und den Investoren ihre Risiken abgenommen haben, zweitens mit dem Einbruch der Wirtschaftsleistung auch die Steuereinnahmen eingebrochen sind, und drittens mittels teurer Konjunkturmaßnahmen ein Totalzusammenbruch der Wirtschaften abgewendet werden musste.

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