"Bahnfahren muss cool werden“

Politik | aus FALTER 24/11 vom 15.06.2011

ÖBB-Chef Christian Kern über die neue Rolle der Bahn und einen anderen Umgang der Öffentlichkeit mit ihr

Interview: Florian Klenk, Armin Thurnher

Christian Kern bittet für 18 Uhr in die ÖBB-Lounge am neuen Westbahnhof. Im Interview mit dem ÖBB-Chef soll es um die neue Bahn und ihre alten Schulden gehen, um stickige Züge und kühne Visionen. Die renovierte Halle erstrahlt in der Abendsonne. Der einst so schmuddelige Bahnhof ist eleganter geworden, aber dennoch ein öffentlicher, urbaner Raum geblieben. Nur etwas fehlt hier: die große Uhr in der Halle. Und Christian Kern. Er ist um sieben Minuten verspätet.

Falter: Herr Kern, Sie kommen zu spät. Sind Sie etwa mit der Bahn angereist?

Christian Kern: Nein, ich wurde aufgehalten. Wenn ich mit dem Zug gekommen wäre, hätte ich eine 97-prozentige Wahrscheinlichkeit gehabt, pünktlich zu kommen.

Wie reisen Sie?

Kern: Außerhalb Wiens fast immer mit dem Zug. In der Stadt bin ich privat auf ein Elektroauto umgestiegen. Neue Technologien zu leben,


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