Entgleist: der Streit um die Bahn und die dahinterliegenden Motive der Parteien


Barbara Tóth
Politik | aus FALTER 24/11 vom 15.06.2011

 In jeder Partei gibt es Rollen, die immer wieder neu besetzt werden müssen. Ein Klassiker aus dem ÖVP-Repertoire ist die des ÖBB-Angreifers. Die Charakterbeschreibung ist relativ einfach: möglichst oft zu Wort melden, dabei immer eine Hiobsbotschaft über die Bundesbahn verkünden, den jeweils aktuellen ÖBB-Chef persönlich attackieren - und nicht lockerlassen. Zuletzt hatte ÖVP-Finanzstaatssekretär Reinhold Lopatka für seine Partei diesen Part übernommen. Nach der Regierungsumbildung hatte die ÖVP keinen schwarzen Staatssekretär mehr im Finanzministerium, folglich muss die neue Chefin Maria Fekter selber ran. "Die ÖBB kann man locker privatisieren, da hab ich überhaupt kein Problem damit“, verkündete sie vor einer Woche in ihrer rustikalen Art. "Mir wäre eine strategische Partnerschaft am liebsten, damit das Werkl endlich funktioniert.“ Für die SPÖ übernahm diesmal Verkehrsministerin Doris Bures die Rolle der Verteidigung. Die "Verscherbelungsdebatte ist entbehrlich“,

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