Zeit am Schirm

TV-Kolumne

Medien | Matthias Dusini | aus FALTER 24/11 vom 15.06.2011

Auf wunderbare Weise in ihrem Ich-Ideal gefangen, ließ sich Rebecca in das Kletterseil fallen, schleckte Eis und spielte gleichzeitig neckisch mit dem Sixpack ihrer Bauchmuskeln. Alle Voyeure und Voyeurinnen von "Germany’s Next Topmodel“ auf Pro7 wussten von Anfang der neuen Staffel an, dass das Mädchen mit den langen dunklen Haaren und der Ausstrahlung einer Siegerin ihren Platz als Diva gegen die Neidgenossinnen erfolgreich verteidigen würde. Der menschelnde Mief der Model-WG war ihr fremd, fröstelnd distanziert umarmte sie ihre Mutter.

Nun bekam Rebecca von Heidi Klum die Rechnung dafür präsentiert, dass sie den Triumph ihres Selbst nicht durch moralische Rührseligkeiten gefährden wollte. In einem quälend lang gedehnten Finale, das nur durch den Auftritt von Lady Gaga ("Für Mode würde ich morden“) eine unterhaltsame Qualität bekam, blieb Rebecca ungerührt, während Jana um das Mitgefühl der Jury flennte. Tränen vor Schönheit: Rebecca wurde Zweite.


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