"Facebook ist gefährlich“

Medien | aus FALTER 24/11 vom 15.06.2011

Warum bringt uns Twitter weiter, Facebook aber nicht? Die Soziologin Saskia Sassen über das gesellschaftspolitische Potenzial digitaler Netzwerke

Interview: Barbara Tóth

Saskia Sassen humpelt mit einem Gips in den Salon des Hotels König von Ungarn. Hinter ihr liegt Tokio, vor ihr London. Dazwischen 48 Stunden Wien. Die für Stadtforschung und Globalisierungstheorien bekannte Soziologin hat ein neues Lieblingsthema: digitale Netzwerke.

Falter: Frau Sassen, egal, ob am Tahrir-Platz oder der Puerta del Sol in Madrid - keine moderne Protestbewegung scheint ohne Facebook, Twitter & Co auszukommen. Machen digitale Netzwerke Revolutionen, oder ist ihre Rolle überschätzt?

Saskia Sassen: Nein, sie selbst machen keine Revolutionen. Vergessen wir nicht, dass digitale Netzwerke auch vom Finanzsystem benutzt werden, dort dienen sie dazu, uns zu Konsumenten zu machen. Aber sie können ein machtvolles Instrument sein. Interessant ist, dass vor allem in den USA die Geschehnisse am Tahrir-Platz als Facebook-Revolution


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