Beneidenswerte Greise und weltbegehrte Preise

Feuilleton | aus FALTER 24/11 vom 15.06.2011

Der alte Schwede ist schuld: Warum Franz Kafka und Ossip Mandelstam nie den Nobelpreis für Literatur erhalten haben

Reportage: Kirstin Breitenfellner

Jedes Jahr, wenn die Presse nicht zufrieden ist mit der Kür eines Nobelpreisträgers - vornehmlich in der Sparte Literatur, denn die Feuilletons gehören bekanntlich nicht zu jenen Ressorts, die am wenigsten raunzen -, ist die Rede vom "greisen Nobelpreiskomitee“. Da stellt man sich dann eine Riege verknöcherter, um nicht zu sagen verbiesterter alter Herren vor, die aus Unfähigkeit oder Sadismus jene ignorieren, die ihn "wirklich“ verdient hätten, den weltbegehrtesten aller Preise. Anlässlich der "Tage der schwedischen Literatur“ in der Residenz des Botschafters konnte man ein solches Exemplar nun einmal in Fleisch und Blut bewundern.

Unter dem Titel "Wie wird man Nobelpreisträger für Literatur?“ versprach Kjell Espmark, Jahrgang 1930, Schriftsteller, Professor für Literaturgeschichte, Mitglied der Schwedischen Akademie und seit


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