"Musik ist ein Werkzeug der Erkenntnis“

Feuilleton | aus FALTER 24/11 vom 15.06.2011

Komponist Beat Furrer über sein "Wüstenbuch“ und Christoph Marthaler, über Oper und Neue Musik

Interview: Wolfgang Kralicek, Heinz Rögl

Einer der wichtigsten österreichischen Komponisten der Gegenwart ist gebürtiger Schweizer: Beat Furrer, Gründer des Klangforum Wien und Professor für Komposition an der Kunstuniversität Graz. Zum Abschluss der Wiener Festwochen wird diese Woche Furrers Musiktheater "Wüstenbuch“ aufgeführt; es spielt das Klangforum unter der Leitung des Komponisten. Der Titel bezieht sich auf ein Fragment von Ingeborg Bachmann; in das Libretto sind außerdem Texte von Händl Klaus, Lukrez und Antonio Machado sowie ein altägyptischer Papyrus eingeflossen. Nach "invocation“ und "Fama“ ist "Wüstenbuch“ (uraufgeführt 2010 in Basel) die dritte Zusammenarbeit des Komponisten mit dem Schweizer Regisseur Christoph Marthaler. Das Interview mit Beat Furrer fand in einem Café in der Nähe der Grazer Uni statt; der Professor sprach in seiner Mittagspause mit uns.

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