7 Sachen die Sie über FALSCHE AUGUSTINS eventuell nicht wussten

Stadtleben | aus FALTER 24/11 vom 15.06.2011

"Falscher Augustin“ - was ist denn das?

Seit einigen Monaten sind neben den altbekannten Augustin-Verkäufern immer mehr Kolporteure mit dem Global Player und dem MO-Magazin für Menschenrechte unterwegs.

Was ist denn nun falsch daran?

Die Kolporteure, vorwiegend aus Südosteuropa, haben meist nur ein, zwei - oft schon alte - Exemplare bei sich, die sie in Wahrheit gar nicht verkaufen wollen.

Sondern?

Meist sind es junge Männer, die die Zeitung als Tarnung benutzen, um extrem hartnäckig zu schnorren.

Woher haben sie die Zeitungen?

Der Augustin kann, aufgrund von Standplatzmangel, momentan keine neuen, regulären Verkäufer aufnehmen. Also werden die Bewerber an andere Straßenzeitungen verwiesen. Diese wissen allerdings nichts davon, dass ihre Blätter zum Betteln herhalten müssen.

Wie läuft das ab?

Die "falschen Augustins“ haben größtenteils enorm penetrante "Verkaufsmethoden“. Die Besucher des MQ können beispielsweise ein Lied davon trällern: keine fünf Minuten, in denen nicht mindestens ein Kolporteur mit einem der genannten Hefte ankommt, um nach Geld und Tschick zu fragen. Ein schlichtes "Nein, danke“ hilft selten: Sie gehen erst, wenn sie etwas abgestaubt haben. Weigert man sich, hagelt es Beschimpfungen.

Was ist das Problem?

Die üble Nachred, die auch die braven Augustin-Verkäufer trifft, die seit Jahren zurückhaltend und höflich arbeiten.

Die Bettler müssen ja auch von etwas leben ...

Aggressives Betteln und Betteln unter Vorspiegelung falscher Tatsachen ist trotzdem per Strafe verboten.


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